Der Entstehungsprozess

 

Im Spätsommer 2017 begannen die Autor*innen dieses Filmprojekts in einem ergebnisoffenen Prozess die Nachbarschaft rund um den Rosa-Luxemburg-Platz zu erkunden. Grundlegender Ansatz war es, einer vermuteten Vielfalt, Widersprüchen nachzuspüren, diese Nachbarschaft in Berlin-Mitte kennenzulernen, einzutauchen und unterschiedlichsten Menschen mit Offenheit zu begegnen.

Zu Beginn der Arbeit stand freilich das Schaffen vieler kleiner Beziehungen als Grundlage für die folgenden Interviews. In diesen wurden vor allem die persönlichen Perspektiven der Interviewten auf ihren Wohnort, auf den Kiez, aber auch zu abstrakteren Themen wie Heimat, Identität und Freiheit dokumentiert. So divers Berlin, so unterschiedlich und mitunter widersprüchlich sind die Stimmen, die sich hier auf engem Raum sammeln.

Gibt es hier Sinn für etwas, das Nachbarschaft genannt werden könnte? Was macht es aus hier zu leben? Wie und warum leben die Menschen hier, wie erleben sie sich gegenseitig?

So sponnen sich in der Vielfalt zahlreiche Netze über und um den Rosa-Luxemburg-Platz und es wuchs nicht nur ein filmisches Kaleidoskop dieser vielfältigen Nachbarschaft heran, sondern es entstanden auch zahlreiche persönliche Beziehungen.

Die Neugier vieler Anwohner*innen auf das, was aus diesem Filmprojekt entstehen könnte und welche Geschichten sich hinter den Türen und Fenstern der Nachbar*innen versteckt halten könnten, war groß. So war es auch ein Anliegen der Filmemacher*innen, die Anwohner*innen miteinander in Kontakt zu bringen. Dies geschah mitunter erfolgreich durch die Organisation von gemeinschaftlichen Veranstaltungen, vom Spieleabend über den Vortrag bis hin zum Konzert.

Die Film Wanderungen sind ein Angebot, ein möglicher Anlass, diesen zwischenmenschlischen Austausch fortzuschreiben.

Film Wanderungen © 2018 | Phenomen Berlin Filmproduktions GmbH
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